Die Klassen 10 besuchten diesen Workshop, um ein besseres Verständnis der geschichtlichen Epoche der DDR zu erlangen.
Im ersten Teil wurde das Wissen zur DDR noch einmal von Museumspädagogin Kristina Hahn aufgefrischt: Was zeigt das Staatswappen? Wie war das Alltagsleben in der DDR? Welche besonderen Schulfächer gab es? … Ziemlich überrascht waren die Schüler, dass 91,2 % der Frauen arbeiteten, viele Kinder in Wochenkrippen untergebracht wurden, Wohnungen ein knappes Gut waren und seit 1978 das Pflichtfach Wehrerziehung absolviert werden musste.
Im Anschluss beschäftigten sich die Schüler in Kleingruppen mit ausgewählten Biografien des Lern- und Gedenkortes, die sie ihrer Klasse vorstellten.
Nach der Mittagspause fand das Zeitzeugengespräch mit Maic Petersohn statt, der als Freikaufhäftling Mitte der 1980er Jahre auf dem Kaßberg inhaftiert war. Sein persönlicher Bericht machte greifbar, wofür man verhaftet werden konnte und wie sich der Freiheitsentzug anfühlte, vor allem die Unwissenheit, die er als schlimmste Foltermethode beschrieb. Er schloss mit den Worten, die Demokratie nicht als selbstverständlich zu nehmen, sondern aktiv für sie einzustehen.
Im Bild: Maic Petersohn und Kristina Hahn, die den Tag für die Klasse 10b gestalteten
